NABU Beobachtungsturm in Lauenbrück
Beobachtungsturm in Lauenbrück
NABU erwirbt Grundstück für die Kranichbeobachtung im Moor
Einen weiteren Meilenstein hat der NABU bei seinem Vorhaben erreicht, im Landkreis Rotenburg attraktive Beobachtungeinrichtungen für Kraniche zu schaffen. Mit dem Kauf eines Grundstücks im Lauenbrücker Moor wurde die Voraussetzung für den Bau eines Beobachtungsturmes geschaffen. Maßgeblich unterstützt wurde das Vorhaben durch die Bereitschaft der Firma GRAMOFLOR, eines Substrat- und Blumenerden-Herstellers aus Vechta, Grundstücke zu verkaufen. Der Turm soll an dem vom Gemeinderat Lauenbrück gewünschten Standort entstehen.
"Eigentlich verkaufen wir grundsätzlich kein Land", sagt Josef Gramann, Geschäftsführer von GRAMOFLOR. "Das NABU Konzept für den Bau eines Kranich-Beobachtungsturmes hat mich jedoch überzeugt, so sind wir ins Gespräch gekommen." Am Ende stand sogar der Verkauf von zwei weiteren Flurstücken im Moor auf denen der NABU die schwindende Moorfroschpopulation stabilisieren will. "Mit seinen Naturschutzkonzepten läuft der NABU bei uns offene Türen ein", so Gramann, "Die nachhaltige Renaturierung unserer bewirtschafteten Torfgewinnungsflächen zu artenreichen, ökologisch wertvollen Biotopen ist für uns ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz und selbstverständliche Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen."
Projektleiter Axel Roschen, von der NABU Umweltpyramide, der zusammen mit Jürgen Hicke vom NABU Rotenburg die Verhandlungen geführt hat, ist zufrieden. "Mit dem Grundstückskauf kommen wir einen entscheidenden Schritt voran. Die weiteren Planungen laufen bereits auf Hochtouren," so Roschen. Architekt und Statiker hätten schon ihre Arbeit gemacht, ein entsprechender Bauantrag sei gestellt worden. Ziel sei es, den Turm auf jeden Fall noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen, so der NABU. Mit dieser Beobacht-ungseinrichtung will der NABU ein Netz von Möglichkeiten anbieten, insbesondere Kraniche zu beobachten. Ein weiterer Aussichtspunkt soll im Huvenhoopsmoor entstehen. In den letzten Jahren hat das Interesse an den Kranichen enorm zugenommen. Der Beobachtungsturm im Tister Moor platzt zeitweise aus allen Nähten. Der neue Lauen-brücker Turm könnte Entlastung schaffen, aber auch dazu beitragen, dass das Beobachten auf eigene Faust eingedämmt wird. "An manchen Wochenenden während des Kranichzugs registrieren wir in unserer Region unzählige Besucher, die Kraniche beobachten wollen. Leider geht das oftmals nicht ohne massive Störungen für die Vögel ab", so Roschen und Hicke. Aufgescheuchte Kraniche verlieren viel Energie, die sie für den Weiterflug brauchen. Die Tiere müssen länger fressen, damit steigt das Risiko, dass sie Schäden auf landwirt-schaftlichen Flächen anrichten, was man vermeiden wolle, so der NABU.


